Für andere da sein, ohne sich selbst zu verlieren
Aktualisiert: vor 4 Tagen

Ein Thema, das leider viel zu selten angesprochen wird, ist die Belastung für Angehörige, wenn in der Familie plötzlich mehr Unterstützung notwendig wird. Wie viel kann man selbst übernehmen, ohne dabei an die eigenen Grenzen zu stoßen?
In solchen Momenten möchte man einerseits für die eigenen Eltern da sein, kann aber auch den Partner, die Kinder und das eigene Leben nicht vernachlässigen. Man möchte eine gute Tochter oder ein guter Sohn sein, aber auch das eigene Zuhause soll nicht zu kurz kommen.
Denken Sie deshalb auch daran, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Ihren Eltern ist nicht geholfen, wenn Sie sich selbst überfordern und irgendwann keine Kraft mehr haben, für sie da zu sein.
Es kann helfen, klare Grenzen zu ziehen. Machen Sie zum Beispiel fixe Zeiten aus, in denen Sie Ihre Eltern oder Großeltern besuchen oder unterstützen. Planen Sie aber genauso Zeiten ein, die Ihnen selbst gehören. Das kann ein kleiner Spaziergang sein, eine Tasse Kaffee in Ruhe oder einfach ein kurzer Moment alleine.
Und vor allem: Lassen Sie Unterstützung zu.
Wir wissen, dass für die eigene Familie nur das Beste infrage kommt und es deshalb nicht immer leicht ist, Aufgaben an andere abzugeben. Betreuungskräfte und Pflegekräfte haben Erfahrung im Umgang mit älteren und unterstützungsbedürftigen Menschen. Sie wissen, wann Hilfe notwendig ist und wann es besser ist, sich etwas zurückzunehmen.
Sie müssen nicht alles alleine schaffen.
Wer Sie dabei unterstützt, sollte sich für Sie und Ihre Familie richtig anfühlen. Nehmen Sie sich Zeit, stellen Sie Fragen und achten Sie darauf, ob Sie Vertrauen aufbauen können. Denn am Ende kennen Sie Ihre Angehörigen, ihre Bedürfnisse und ihre Persönlichkeit am besten.


